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ROSA - "Ich war, ich bin, ich werde sein." –
24.10.2010 - 19:30 Uhr im Schauspielhaus Magdeburg
„Ich beginne eben zu begreifen, dass das Leben einen packen und nicht mehr loslassen kann, und dass es nichts dawider gibt. Ich beginne eben, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass es für mich nur eine Aufgabe gibt – inzwischen an die Wahlen zu denken und dann daran, was den Wahlen folgt." (R. Luxemburg, 1898 )



Rosa Luxemburgs kompromisslos idealistische Haltung kostete sie durch ein bis heute undurchsichtiges Attentat in Berlin das Leben. Die Luxemburg hatte ein ehrgeiziges Programm für einen Menschen, dem viele Steine in den Weg gelegt waren – sie war eine Frau, sie galt als Ausländerin, sie war Jüdin, sie war klein, sie hinkte – und der sonst nicht mehr besaß als einen scharfen Verstand, ein leidenschaftliches Temperament und einen überscharfen Sinn für soziale Gerechtigkeit.
Rosa prägte ihr Profil als radikale Antimilitaristin, die sich gegen Nationalismus aussprach, und jede Ideologie – auch die marxistische – immer kritisch hinterfragte und sich keiner Parteidoktrin unterwarf.
Im Superwahljahr 2009, möchte Anja Gronau, neunzig Jahre nach der Ermordung der sozialistischen Kämpferin, einen Theaterabend schaffen, der mit allen Widersprüchen der Persönlichkeit die Konstanten des Kampfes um politische Ideale und die Suche nach neuen Wegen zur sozialen Gerechtigkeit verhandelt.
Die Regisseurin Anja Gronau widmet sich nach der „Trilogie der klassischen Mädchen" (Käthe-Johanna-Grete), nun einer „Trilogie der starken Frauen", in der jeweils drei Schauspielerinnen eine reale, epochale Persönlichkeit im politischen Raum des 20. Jahrhunderts erspielen (bisher entstanden dazu: LENI - eine Riefenstahl Subjektive und FRIDA [KAHLO] - "Farbiges Band um eine Bombe.").
„Wenn ich mir eine Aussage für den Abend ROSA wünsche, dann wäre diese erreicht, wenn wir die von Luxemburg als Substanz des Humanismus verstandenen Begriffe des Sozialen und der Solidarität aus der gegenwärtigen Herabwürdigung befreien können.“ (Anja Gronau)
Es spielen: Katharina Eckerfeld, Renate Regel, Martina Schiesser
Regie & Konzeption: Anja Gronau
Bühne: Mi Ander
Kostüme: Olaf Habelmann
Licht & Technik: Dirk Lutz
Dramaturgieassistenz: Claudia Drenda
Regieassistenz: Julia Pohl
Produktion: Björn Pätz
ROSA - "Ich war, ich bin, ich werde sein." ist eine Produktion von Anja Gronau und dem Theater unterm Dach in Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden, Forum Freies Theater Düsseldorf und dem LOFFT Leipzig. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatskanzlei - für kulturelle Angelegenheiten und des Fonds Darstellende Künste
Karten sind Hier -
oder an der Abendkasse im Schauspielhaus zu erwerben.
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NAITONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.






